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Erfahrungsbericht von Elisabeth

Von der Pubertät bis zur Diagnose vergingen Jahrzehnte voller Selbstzweifel. Heute steht noch eine OP an — und ein neues Körpergefühl.

Als die Diagnose kam, hat alles plötzlich Sinn ergeben. Ich war erleichtert und geschockt zugleich.

October 17, 2026
Lipödem-Stadium
Grad 2
Behandelte Region
Mehrere Regionen
Behandlungsmethode
PAL-Methode (Power-Assisted Liposuction)

Dein Stadium und wann wurdest du operiert?

Ich leide an Stadium 2 und wurde das erste Mal im Dezember 2024 operiert.

Wie hat sich dein Lipödem bemerkbar gemacht?

Angefangen hat es in der Pubertät — allerdings habe ich zum gleichen Zeitpunkt auch mit dem Vereinssport aufgehört und gedacht, dass die Zunahme an der weitaus geringeren Bewegung lag. Richtige Beschwerden habe ich dann nach und nach bekommen, wobei mir nicht bewusst war, dass meine Schmerzen nicht normal sind. Ich hatte ständig Schmerzen beim Treppensteigen, heiße Beine, schlappe Arme und superschnell blaue Flecken. Die Berührungsempfindlichkeit kam später auch dazu.

Wie hat dein Lipödem deinen Alltag beeinflusst?

Hauptsächlich haben mir die Selbstzweifel und die verzerrte Wahrnehmung zu schaffen gemacht. Ich habe immer Sport getrieben und nie Erfolge gesehen. Dadurch habe ich mich entmutigen lassen, aber dennoch immer weiter die alltägliche Bewegung in den Fokus gestellt. Ich dachte: „Es muss doch irgendwann mal klappen.“

Mit den Jahren habe ich nicht nur zahlreiche Diätversuche hinter mir, sondern dadurch auch ein gestörtes Essverhalten entwickelt. Ab meinem 30. Lebensjahr habe ich „aufgegeben“, meinen Körper optimieren zu wollen. Ich habe versucht, mich mit allem zu arrangieren und zu akzeptieren, dass ich so aussehe, wie ich aussehe. Ich habe mir therapeutische Hilfe geholt und mich nicht nur um meine Psyche, sondern auch um mein Essverhalten gekümmert. Mit dieser Unterstützung bin ich zu einem normalen Essverhalten gekommen, worüber ich sehr dankbar bin. Als dann aber die Diagnose „Lipödem“ kam, hat alles plötzlich Sinn ergeben und ich war erleichtert und geschockt zugleich. Ich merkte, dass ich mich meinen körperlichen Symptomen nicht kampflos hingeben muss.

Welche Maßnahmen hast du vor der OP ausprobiert?

Regelmäßig Kompression tragen und weiterhin viel Bewegung.

Warum hast du dich für eine OP entschieden?

Ich wollte ein neues Körpergefühl und endlich ohne Schmerzen leben.

Warum hast du dich für LipoVida entschieden?

Ich habe unterschiedliche Kliniken angesehen und Beratungen in Anspruch genommen. Bei LipoVida habe ich mich am wohlsten gefühlt und ich bereue die Entscheidung nicht. Ich habe mich gesehen und wertgeschätzt gefühlt. Mit der Erkrankung ernst genommen zu werden, war zuvor eher die Ausnahme.

Wie hast du die OP erlebt?

Ich war unheimlich aufgeregt zuvor, aber ich bin sehr behutsam aufgenommen worden. In Münster lief alles wirklich reibungslos und alle anwesenden Fachkräfte waren unheimlich lieb und einfühlsam. Operiert zu werden ist für die meisten Menschen kein Alltag und natürlich aufregend. Im Nachhinein verblasst der ganze „Stress“ jedoch sehr schnell. Der Ablauf wurde im Vorfeld und auch am Tag der OP gut kommuniziert. Die Schmerzen nach der Operation sind natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber für mich echt erträglich.

Gab es besondere Herausforderungen oder Überraschungen?

Die Arm-OP hat mir besonders Angst gemacht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie es sein würde. Nach meinem Gefühl hat gerade der linke Arm länger gebraucht, die Schwellungen abzubauen. Ich war da sehr ungeduldig mit mir. Besonders hilfreich war für mich der regelmäßige Besuch in der Kältekammer. Die Empfehlung kam von meiner Phlebologin und hat den Heilungsprozess und die Empfehlungen von LipoVida super ergänzt. Ich hatte, bis auf die Arme, wenig Schwellungen und keine Komplikationen in der Wundheilung.

Wie fühlst du dich heute?

Eine letzte Operation steht noch an. Ich merke aber schon eine so unheimliche Verbesserung in der Lebensqualität. Beim Wandern und Sport machen merke ich die nicht operierten Zonen sehr deutlich, aber ich bin so positiv gestimmt, weil ich weiß, dass es bald ein Ende hat.

An das neue Körpergefühl muss ich mich noch gewöhnen, aber ich bin stolz und glücklich.

Was hat sich in deinem Leben durch die OP verändert?

Ich bin definitiv selbstbewusster geworden und freue mich über diese positiven Veränderungen.

Gibt es Dinge, die du anderen Betroffenen sagen möchtest?

Trau deinem Bauchgefühl — Schmerzen sind nicht normal. Finde dich nicht damit ab und suche Hilfe, auch wenn du Gegenwind erhältst.

Der Weg zu einem schmerzfreien Leben ist hart und er lohnt sich. Es ist auch ein feministischer Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

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