50 Kilo abgenommen, die Beine blieben. Was danach kam — und warum sie heute jeden Abend ihre Arme anschaut.
Ich wollte endlich meinem Sohn hinterherrennen und Fußball spielen können — ohne Schmerzen.

Ich habe Stadium 2 Typ 4 und wurde das erste Mal im Dezember 2023 operiert. Darauf folgten drei weitere OPs.
Meine stämmigen und schmerzenden Beine kenne ich seit meiner Pubertät. Nach einer Gewichtsabnahme von rund 50 kg blieben meine Beine dick, schmerzend und unförmig.
Langes Stehen, Spazierengehen und kurze Hosen waren eine Qual für mich. Die Beine waren bleischwer und nach der Schwangerschaft fing es auch an den Armen an. Haareföhnen wurde zur Königsdisziplin. Dazu kam noch das Gefühl, dass etwas mit mir und meinem Körper nicht stimmte. Es fühlte sich nicht nach meinen Beinen an.
Jahrelange Kompression und manuelle Lymphdrainage brachten anfangs einen kurzen Effekt. Der Schmerz blieb jedoch.
Ich wollte endlich meinem Sohn hinterherrennen und Fußball mit ihm spielen können, ohne Schmerzen. Endlich schöne, kurze Kleidung tragen, ohne mich schämen zu müssen.
Die beiden Ärzte fand ich direkt sympathisch und mit ihrer Expertise haben sie mich direkt überzeugt. Dort ist man nicht eine Nummer, sondern ein Mensch.
Von Anfang an wurde ich gut betreut. Herr Dr. Xydias war beim Zugangslegen dabei, beruhigte mich und hielt sogar die Hand. Das zeigt pure Menschlichkeit. Die Schmerzen nach der OP waren dank Schmerzmittel erträglich und wurden von dem Gefühl, ein neues Leben starten zu können, übertönt. Bei Rückfragen konnte ich mich jederzeit melden.
Die erste Dusche nach der OP war eine echte Achterbahn der Gefühle. Ich habe geweint und war einfach glücklich, endlich normale Beine und Arme haben zu dürfen. Die Schmerzen und das Leid haben sich gelohnt. Das Anziehen der Kompression hinterher war etwas tricky, aber auch gut machbar mit Ruhe und Geduld.
Ich bin endlich schmerzfrei und akzeptiere meinen Körper immer mehr. Fußballspielen mit meinem Sohn ist möglich und kürzere Kleider durften in meinem Kleiderschrank einziehen. Zwar habe ich weiterhin das Lymphödem, jedoch schäme ich mich nicht mehr für meine Beine und Arme. Bis heute schaue ich jeden Abend meine Arme an und bin jedes Mal aufs Neue begeistert. Die Narben sind kaum sichtbar. Natürlich haben sich die OPs auch positiv auf meine Psyche ausgewirkt.
Schmerzfreiheit und mehr Bewegung. Vorher war es mir nicht möglich, bequem im Schneidersitz zu sitzen. Das ist jetzt möglich. Ich bin beweglicher geworden und genieße es jeden Tag.
Du bist nicht allein. Dein Schmerz ist valide und du bist wundervoll. Lass dich von dem Lipödem nicht ausbremsen.
Es kostet Kraft, Nerven und Geld, aber ich würde die OP jederzeit wieder machen lassen. Die beiden Ärzte sind wirklich toll und haben mir einen neuen Start ins Leben ermöglicht.
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