Jahre ohne Erklärung, dann die Diagnose — und heute wieder Sport, Ausflüge und Kleidung, die sie sich früher nie zugetraut hätte.
"Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue, freue ich mich — das hätte ich nie gedacht."

Ich leide am Stadium 2 Typ 4 und wurde im Mai, Juli und September diesen Jahres operiert.
Viele Jahre begleiteten mich Schmerzen, schwere Beine und das Gefühl, in meinem Körper gefangen zu sein. Ich wusste lange nicht, warum meine Beine so geschwollen waren und warum Berührungen manchmal schon weh taten. Eine sehr lange Zeit habe ich das einfach hingenommen, für mich war es irgendwann normal. In den letzten 5 Jahren habe ich stark an Gewicht zugenommen — und das, obwohl ich mich nicht schlecht ernährt habe und auch im Alltag genug Bewegung hatte. Genau dieser Widerspruch hat mich irgendwann völlig zweifeln lassen. Ich wusste: Irgendetwas stimmt nicht mit mir.
Auch mein Aussehen hat sich immer stärker verändert, besonders an den Beinen. Immer mehr Dellen, immer mehr Unregelmäßigkeiten. Ich habe mich in meinem eigenen Körper kaum noch wiedererkannt und mich einfach nicht mehr wohlgefühlt, egal wie sehr ich versucht habe, es zu ignorieren.
Da die Schmerzen mit den Jahren immer stärker wurden, habe ich es irgendwann nicht mehr geschafft, Sport auszuüben oder lange zu stehen. Auch längere Ausflüge, bei denen ich viel laufen musste, waren kaum noch möglich — und wenn, dann unter ständigen Schmerzen oder ständiger Schwere. Meine Beine waren ständig geschwollen und abends kam ich kaum zur Ruhe, weil alles weh tat.
Ich war immer froh, wenn der Winter kam, da ich im Sommer fast nur noch lange und weite Kleidung getragen habe, weil ich den Anblick meiner Beine und Arme nicht mehr ertragen konnte. Ich wollte auch vermeiden, dass andere mich auf mein Aussehen ansprechen, was ohnehin schon viel zu oft passiert ist.
Der Weg zur Diagnose war nicht leicht. Viele Termine, viele unsensible Kommentare, viele Momente, in denen ich mich unverstanden gefühlt habe. Am 31.07.2024 bekam ich dann die Diagnose: Lipödem Stadium 2.
Sofort nach der Diagnosestellung habe ich begonnen, regelmäßig zweimal die Woche zur Lymphdrainage zu gehen. Zusätzlich habe ich, wann immer es möglich war, meine Kompression getragen. Auch wenn das oft unbequem war — es war mir wichtig, meinen Körper so gut wie möglich zu unterstützen.
Mir wurde aber schnell klar, dass ich nicht mein ganzes Leben auf diese Maßnahmen angewiesen sein möchte.
Ich habe mich für die Operationen entschieden, weil ich endlich ein Leben ohne Schmerzen und ohne all die täglichen Einschränkungen führen wollte. Es war ein großer Schritt, aber einer, den ich aus tiefster Überzeugung gegangen bin.
Ich habe bei LipoVida einen ersten Termin zur Beratung wahrgenommen und mich dort sofort gut aufgehoben gefühlt. Dr. Xydias hat unglaublich viel Empathie in das Gespräch eingebracht und mich ganz ausführlich über alles aufgeklärt. Dadurch hatte ich direkt ein gutes Bauchgefühl. Ich musste nicht lange überlegen — für mich war schnell klar, dass LipoVida der richtige Weg für mich ist.
In den ersten Tagen nach der Operation waren die Schmerzen heftig. Man konnte sich kaum bewegen, nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch, weil der Kreislauf sehr belastet war. Trotzdem merkte ich schnell, dass jeder Tag ein kleines Stück besser wurde. Das hat mich motiviert, nicht aufzugeben, weil ich genau wusste, wofür ich es mache.
Der Ablauf in der Klinik war reibungslos. Ich fühlte mich willkommen und wirklich gut aufgehoben. Besonders die Betreuung durch das medizinische Personal war großartig. So viel Empathie und Wertschätzung habe ich selten erlebt.
Ich bin jemand, der oft dazu neigt, zu viel auf einmal zu machen, weil ich ungeduldig bin. Gerade nach der Operation habe ich aber schnell bemerkt, wann es einfach zu viel wird, und gelernt, einen Gang zurückzuschalten. Das war manchmal nicht leicht, aber wichtig für meine Genesung.
Es sind zwar erst etwas mehr als zwei Monate seit meiner letzten Operation vergangen, aber ich fühle mich schon jetzt sehr gut. Ich habe keine Schmerzen mehr und kann mich endlich wieder ohne Sorgen im Spiegel anschauen. Ich befinde mich zwar noch im Heilungsjahr, aber schon jetzt ist alles so viel besser. Ich kann Sport machen und ganz normale Dinge im Alltag erledigen, ohne Schmerzen zu verspüren. Auch mein Umfeld spricht positiv über die Veränderung, das baut mich sehr auf.
Mein Leben hat sich durch die Operationen unglaublich verändert. Ich bin viel offener geworden und traue mich wieder, Kleidung auszuprobieren, die ich vorher nie getragen hätte. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue, freue ich mich, weil ich nie gedacht hätte, dass ich einmal so zufrieden mit meinem Körper sein würde. Auch ohne Schmerzen zu leben, ist eine enorme Erleichterung und gibt mir so viel Lebensqualität zurück.
Ich erzähle meine Geschichte hier, weil ich anderen Betroffenen Mut machen möchte. Lipödem ist kein persönliches Versagen. Es ist eine Erkrankung, und es gibt Wege, wieder mehr Lebensfreude zu gewinnen.
Die Entscheidung für eine Operation ist groß und jede muss sie für sich treffen. Aber ich möchte sagen: Du bist nicht allein. Und es lohnt sich, für sein Wohlbefinden zu kämpfen.
Ich bin dankbar für die Unterstützung der Klinik und für alle Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Ich hoffe, meine Geschichte kann jemandem helfen, den ersten Schritt zu gehen — oder einfach daran erinnern, dass es immer Hoffnung gibt.
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